Mit Nachtwächter Thomas auf Tour im nächtlichen Waldshut

Veröffentlicht am 28. März 2026 um 20:00

Nieselwetter, Schneegefiesel hat ein kleines Grüppchen nicht abgehalten, den Nachtwächter zu begleiten.

An verschiedenen Stationen berichtete der Nachtwächter auf lebendige Art wie zu seiner Zeit das Leben in Waldshut stattfand, wie „Wellness“ im Badhaus stattfand, woher der Name des Metzgertors kommt, wie die Aufgaben des Hochwächters und des Nachtwächteres verteilt waren, welche Kompetenzen er hatte, aber auch Konsequenzen es hatte, wenn er seiner Aufgabe nicht gerecht wurde (wer das nun wissen will, muss ihn selbst begleiten).

Geschichtlich bewandert berichtete er davon, dass Tiengen bis vor 200 Jahre Ausland war, weil zum Bistum Konstanz gehörig, während Waldshut ja habsburgerisch war. Auch von den Konsequenzen der Herrschaft für Waldshut, als Waldshut unter Pfarrer Hubmaier der Reformation nachging, nämlich dem Entzug des Stadtrechtes. Was „Stadtluft macht frei‘“ bedeutete oder was hinter „am Seil ablassen“ oder „kann nicht einmal das Wasser reichen“ steht, war dann auch klar.

Auf dem Johannisplatz, auf dem früher die Johanniskirche stand und der Gottesacker war, gab es etwas „Geistiges“ gegen die Untoten. In der Kaiserstraße berichtete er von der Möglichkeit im Brandfall von Haus zu Haus über die Dachstühle zu gelangen und zu kämpferischen Zeiten sich durch vier Tunnels von einer Häuserzeile auf die andere Seite in Sicherheit zu bringen.

Beim Weitergehen mahnte er immer in der Mitte zu gehen, da abends von oben gewisse Töpfe geleert werden. Zum Abschluss wurde der Obere Turm, der Schaffhauser Turm, mit dem Gefängnis und der Türmerkammer bestiegen und besichtigt.